Leichenschau

morgens halb sieben in deutschland. die welt steht still. es ist frisch, nicht kalt. es wird ein angenehmer tag. ich bin auf dem weg zur schule... aber natürlich, erstmal verschlafen. deswegen musste ich einen anderen bus nehmen als sonst. ich seh leute die müde sind und zur arbeit fahren oder gerade von eben dieser nach hause fahren. meine erste zwischenstation ist meerbusch. dort hing ich erstmal fest. ne volle hable stunde kein weiterkommen. so hab ich mir die leute angesehen.

menschen die ihr auto abstellen und mit der u bahn zur arbeit fahren. menschen die mit dem bus ankommen und mit dem bis weiter zur schule fahren. lobenswert. doch solange man niemanden kennt unterhält man sich auch nicht. kein gespräch, kein lächeln. ich blicke in pure ausdrucklosigkeit bis völlig entnervte  gesichter. dann, je näher ich der großstadt kam desto schlimmer wurde es. keine ausdruckslosigkeit mehr, nunroch angenervte, agressive, abgespannte, unausgeruhte gesichter. keine freudigen begrüßungen, keine angeregten gespräche. zu für dafür.

je näher ich der großstadt kam desto mehr dachte ich, ich komm in die hölle. die menschen sahen aus wie tod.

und war ich einer davon? viel zu lange wach gewesen, viel zu spät aufgestanden, müde, angenervt wegen der warterei?

ich denke nicht, ich konnte noch lachen, mich sogar mit wildfremden leuten unterhalten, mir geschichten anhören, verschiedene leben kennenlernen.

aber diese zombies tun mir leid. 

26.8.08 18:49

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sara / Website (26.8.08 20:45)
oh ja, du hast recht.
und trotzdem liebe ich die großstadt. gerade weils nicht persönlich ist. :>

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